Vorsicht vor dubiosen Cannabis-Investments!

Cannabis-Investments haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. So konnten auch Nichtkenner der Hanfbranche und Kleinanleger von einem äußerst rentablen und verlockenden Geschäft profitieren. Neben den an der Börse gehandelten Aktien von Cannabisunternehmen bieten dubiose Firmen seit einiger Zeit auch Cannabisstecklinge zum Kauf an, die bei der Ernte traumhafte Erträge bringen sollen – Crowd Growing nennt sich dieses verlockende Prinzip.

Die Angebote dieser Firmen sind offensichtlich so formuliert, dass sie die lokalen Finanzmarktgesetze umgehen. Es werden zum Beispiel Pflanzen, Ernten, Pflanzenstandorte verkauft (also als Waren oder Dienstleistungen getarnte Finanzinvestitionen), manchmal werden lebenslange Einkommen mit völlig illusorischen Renditen versprochen. Zumindest bei den meisten dieser Angebote handelt es sich ziemlich eindeutig um verbotene Ponzi-Systeme oder Ponzi-Pyramiden, wobei neue Anleger mit den Einlagen der alten Anleger bezahlt werden. Nur so lassen sich die unrealistischen Renditen erklären.

So berichteten beispielsweise am 1. Juli verschiedene Medienportale, dass die Firma JuicyFields ein „Exit Scam“ sei und das Ponzi-Schneeballsystem zusammengebrochen sei, während Einlagen von Anlegern in Höhe von Millionen von Dollar verschwunden seien. Ein „Exit Scam“ ist eine Art von Betrug, bei dem jemand Vorauszahlungen für Waren oder Dienstleistungen, die während des laufenden Geschäftsbetriebs zu liefern sind, kassiert, ohne die vereinbarte Gegenleistung zu erbringen, und nach einer gewissen Zeit mit dem Geld der Kunden verschwindet.

Inzwischen gibt es sowohl in der Schweiz als auch im Ausland immer mehr Unternehmen, die genau auf ein solches Modell setzen und nicht davor zurückschrecken, ohne Genehmigung die Logos von Verbänden und Unternehmen als Referenzen zu verwenden. Ein Beispiel dafür ist die Firma „Budbird“ oder Green Agrotrade AG. Die IG Hanf hat dieses Unternehmen bereits mehrfach schriftlich aufgefordert, das Logo unseres Verbandes von seiner Website und aus der Firmenpräsentation zu entfernen, leider ohne Erfolg.

Die IG Hanf – der Branchenverband der Schweizer Cannabisindustrie – rät Investoren, die eine Investition in Cannabisunternehmen erwägen, diese stets vorab einer genauen Prüfung zu unterziehen und gegebenenfalls einen professionellen Berater hinzuzuziehen. Beispielsweise sollte man nie in ein Unternehmen investieren, ohne den letzten Jahresabschluss einschließlich des Berichts der Revisionsstelle oder den Geschäftsplan und die Geschäftsstrategie zu kennen.

Derzeit erhält die IG Hanf vermehrt Anfragen zu anderen in- und ausländischen Unternehmen, die ein ähnliches Geschäftsmodell wie JuicyFields betreiben.

Weitere Artikel über JuicyFields und andere Unternehmen, die ebenso gute Investitionen vorschlagen, sind auf den folgenden Seiten zu finden:

https://blendbuster.com/tatort-juicyfields/

https://benedikt-lechner.com/author/benedikt/

https://www.tagesanzeiger.ch/wie-schweizer-cannabis-investoren-ein-vermoegen-verloren-228525154624

https://www.dw.com/de/exit-scam-und-betrug-mit-cannabis-bei-juicyfields-stehen-tausende-anleger-vor-gesperrten-konten/a-62551560

Tom
Author: Tom

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